Burg Schöneck - Verlag M. Bollheimer

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Burg Schöneck
Château du Schoeneck
Obersteinbach (Elsass)

Lage: Auf einem Bergrücken nahe der Ortschaft Dambach.

Info: Erste urkundliche Erwähnung war 1287, damals gehörte sie zum Bistum Straßburg. Allerdings war Schöneck seinerzeit verpfändet. Um sie vom Pfand zu befreien, belastete Konrad von Lichtenberg seine Kirche mit Steuern. Verschiedene Lichtenberger werden in der Geschichte genannt. 1480 erlosch das Haus Lichtenberg, worauf die Grafen von Hanau und Zweibrücken-Bitsch den herrschaftlichen Grundbesitz als Erbgut erhielten. 1517 wurde Ritter Wolf Eckbrecht von Dürckheim in die Dienste des Grafen Reinhard von Zweibrücken-Bitsch gerufen. 1545-1547 erfolgten Umbauarbeiten und Schöneck wurde für das Artilleriewesen ausgelegt. 1570 erloschen die Grafen von Zweibrücken-Bitsch. Im 17. Jahrhundert diente sie noch als Zufluchtsort, bevor sie 1680 von den Truppen von Monclar und Melac zerstört wurde. Nachdem man die Torbarbakane passiert hat, befindet man sich im westlichen Burghof der Unterburg, von dem man einen tollen Blick auf die große Artilleriebastion hat. Durch einen Verbindungstrakt gelangt man auf die Ostseite, auf der der weitere Zugang durch 2 Tore, das eine mit einem tollen Gusserker, in die Burg erfolgt. Auf der nordöstlichen Oberburg kann man die Reste des Palas entdecken. Am Nordende soll sich auch ein fünfeckiger Bergfried befunden haben. Auf dem südwestlichen Felsen waren die Wohnbauten. Burg Schöneck zählt zu den interessantesten Burgen des Elsässer Wasgaus, auf der seit sehr vielen Jahren liebevoll Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten durch den Verein „Cun Ulmer Grün“ durchgeführt werden. Sie bietet unwahrscheinlich viel zu entdecken.

Vorsicht: Beim Besuch der Oberburg im Jahre 2018 waren dort trotz enormer Höhe des Felsmassivs keine Geländer angebracht - Lebensgefahr. Bei einem Besuch in einem späteren Jahr war die Oberburg verschlossen.

Weg: An der D 53 zwischen Obersteinbach und Wineckerthal befindet sich in Fahrtrichtung Wineckerthal rechter Hand ein Parkplatz , an dem auch ein Holzschild „Ruines du Schoneck“ am Waldrand angebracht ist. Von hier erfolgt der extrem steile Aufstieg in etwa 15 Minuten.
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