Burg Waldeck - Verlag M. Bollheimer

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Burg Waldeck
Château de Waldeck
Philippsbourg (Lothringen)

Lage: Auf einem Bergrücken nahe der Ortschaft Éguelshardt.

Info: Burg Waldeck wurde im 13. Jahrhundert von den Herren von Kirkel erbaut und hatte danach zahlreiche Besitzer. Im Jahre 1387 ging sie an die Grafen von Zweibrücken-Bitsch, nachdem das Haus Kirkel ausgestorben war. 1399 wurde sie an Johann von Lichtenberg verpfändet. Auch danach kam es zu weiteren Verpfändungen. Im Rahmen der Teilung der Bitscher Besitztümer ging Waldeck im Jahre 1535 an Simon Wecker V. Zu einem weiteren Wechsel kam es 1570 mit Philipp IV von Hanau-Lichtenberg als neuem Besitzer. Diesem Hause gehörte die Waldeck bis 1592. Ihre Zerstörung erlebte sie 1635 unter den Truppen des Marschalls de la Force. Ihr Felsfundament misst eine Länge von etwa 220 Meter, an der breitesten Stelle maximal 7 Meter. Die Anlage ist durch 2 Felseinschnitte in 3 Abschnitte aufgegliedert, die früher alle ihren separaten Zugang hatten. Es gibt einen südlichen, eine mittleren und einen nördlichen Teil. Die ersten beiden sind dem Besucher erschlossen. Die Anlage verfügt über mehrere Felsenkammern und -treppen. Einmalig auf Waldeck ist jedoch der etwa 20 Meter hohe, viereckige und mit Buckelquaderblöcken verkleidete Bergfried, der sich auf der gut erschlossenen Südanlage befindet. Besonderheit an ihm ist, dass er die Form einer Raute hat. Der Bergfried konnte früher bestiegen werden. Heute kommt man über eine sehr steile Stahltreppe hinauf zum Felskopf am Bergfriedeingang, der eine schöne Aussicht bietet. Die mittlere Anlage ist ebenso an vielen Stellen erschlossen. Besonders interessant ist hier ein Felsenraum, der über einen großen Felsenstützpfosten verfügt.

Vorischt: Die neue Zugangstreppe zum Felskopf am Bergfried auf Burg Waldeck ist sehr steil. Teilweise sind die Spalten zwischen den unteren horizontalen Leisten mancher Geländer und dem Felsen groß. Dies birgt vor allem für kleine Kinder Gefahren. Auf der mittleren Anlage stößt man auf eine Stelle, an der quasi gar kein richtiges Geländer vorhanden ist.

Weg: Auf der D 662 zwischen Philippsbourg und Éguelshardt folgt man zunächst der Straße Richtung Étang de Hanau (Hanauer Weiher) und Waldeck. Linker Hand des Burgberges befindet sich der Parkplatz, von dem man etwa 10-15 Minuten zur Burg benötigt.
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